|
WAS IST LEGASTHENIE?
Von einer Legasthenie spricht man, wenn ein Kind eine zeitweise
Unaufmerksamkeit beim Lesen, Schreiben oder Rechnen (es kann auch nur
ein Bereich betroffen sein), differenzierte Sinneswahrnehmungen und eine
entsprechende Fehlersymptomatik zeigt, aber ansonsten unauffällig ist.
Das legasthene Kind fällt zuerst durch seine zeitweise Unaufmerksamkeit
im Zusammenhang mit Symbolen im Bereich der Buchstaben oder Zahlen auf.
Eine Fehlersymptomatik- Wahrnehmungsfehler sind die Folge.
Das Kind nimmt beim Schreiben solcher Wahrnehmungsfehler die unkorrekte
Schreibweise gar nicht wahr.
Gerade die frühzeitige Feststellung einer Legasthenie hilft dem Kind
damit umzugehen und erspart dem Betroffenen die ständigen Frustrationen
oder Enttäuschungen die eventuell zu einer Sekundärlegasthenie führen
können.
Hier ist speziell der Lehrer gefordert , der bei der Häufung solcher
Auffälligkeiten die Unterstützung eines diplomierten Legasthenietrainers
in Anspruch nehmen sollte, der an Hand des AFS- Testverfahrens sehr
rasch über die Aufmerksamkeit, Sinneswahrnehmungen und Fehlersymptomatik
des betroffenen Kindes Aufschluss geben kann und einen gezielten
Trainingsplan erstellt.
Legasthenie
ist keine Krankheit, Behinderung, Störung oder Schwäche. Legasthene
Menschen benötigen durch ihre differenten Sinneswahrnehmungen
individuelle Fördermaßnahmen. Ein gezieltes Training und das
Heranziehen verschiedener Unterstützungsmöglichkeiten, nach dem neuesten
Stand, sind der Schlüssel zum Erfolg.
Besonders
wichtig ist es die Stärkung des Selbstwertgefühles zu fördern, Lob und
Einfühlungsvermögen zu geben, sich Zeit zu nehmen und Verständnis zu
zeigen für legasthene Menschen.
Claudia Rieger
|