Legasthenie Test und Training Claudia Rieger

 
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Was bedeutet die AFS – Methode?

AFS - Methode

Aufmerksamkeitstraining – Übungen zur Aufmerksamkeitssteigerungen

Funktionstraining – Im Bereich ohne Symbole und im Symbolbereich

Symptomtraining – Training an den Fehlern

 

 

Ein gezieltes Training braucht zu Beginn einen Block von Übungen zur Steigerung der Aufmerksamkeit – durch Übungen zur Entspannung, Bewusstseinsübungen, Zeitempfindungsübungen, Koordinationsübungen, NLP wie z.B. Gedankenreisen, Geschicklichkeitsübungen und kinästhetischen Übungen ist ein Übergang zu Funktionsübungen leichter möglich.

Funktionsübungen entsprechen oft dem Symboltraining. Beim Funktionstraining werden individuelle Teilbereiche kombiniert trainiert. Ziel ist es die Sinneswahrnehmung in den einzelnen Teilbereichen zu steigern. Durch die „Aufwärmphase“ des Aufmerksamkeitstrainings ist das Kind besser bei der Sache und arbeitet dadurch motiviert mit.

Mit Computerunterstützung werden die Teilbereiche: Optik – Akustik – Raumwahrnehmung trainiert. Der Computereinsatz in diesem Bereich ist erwiesener Maßen sehr positiv zu bewerten.

Der Übergang zum Symptomtraining verläuft fließend und wird vom Kind oft nicht bewusst wahrgenommen. Ängste, Versagensdruck, Stress usw. fallen dadurch weg. Das Symptomtraining konzentriert sich nunmehr auf das „eigentliche, augenscheinliche Problem“ den Bereich der Buchstaben und Ziffern.

Erarbeitung des Wortbildes, Arbeit am Wortklang und der Wortbedeutung gelingen in dieser Phase leichter. Durch den Computereinsatz und das Lernen mit allen Sinnen, speziellen Lesetechniken ist das Symptomtraining erfolgreich.

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Der Computereinsatz im Legasthenietraining ist eine der wichtigsten Möglichkeiten dem legasthenen Kind eine Förderung in allen drei Bereichen (welche die AFS- Methode beinhaltet) anzubieten.

 

Viele der Übungen sind am Computer durchführbar und zeigen eine  eindeutige Leistungs- und Motivationssteigerung.

Die Aufmerksamkeit des legasthenen Kindes, Jugendlichen und Erwachsenen kommt am Computer von selbst, ohne speziell darauf Bedacht nehmen zu müssen.

Über den Grund warum legasthene Menschen so eine besondere „Beziehung“ zum Computer entwickeln, gibt es keine wissenschaftlichen Ergebnisse sondern nur Vermutungen:

Die Computertastatur (Buchstaben befinden sich immer an derselben Stelle), die Größe und Deutlichkeit der Buchstaben, die verschiedenen Schriftarten stellen eine wichtige Hilfestellung dar und entspricht der Denkart des legasthenen Menschen.

Aufgrund der Erfolge beim Arbeiten am Computer kommt es zu einer Stärkung des Selbstbewusstseins, die so manchen Misserfolg weitgehend wieder ausgleichen.

Die heutige Generation von Kindern wächst mit dem Medium Computer auf und ist gewohnt dieses Instrument auch zu nutzen.

Viele Kinder sind von dem Medium so gefesselt, dass sie freiwillig mehr üben um spielerisch zu lernen, was ihnen durch „normales“ Lernen nicht gelingt.

Hier ist nicht nur der Legasthenietrainer gefragt, der die individuellen Programme erstellt, sondern auch die Eltern.

Aus meiner Berufserfahrung kann ich sagen, dass die Stunden pädagogisch und psychologisch am wertvollsten sind, die man gemeinsam mit dem Kind beim Spielen und Arbeiten verbringt!

Auch Eltern ohne Computerkenntnisse können ihr Kind aktiv unterstützen und den Computer nicht nur als alleiniges Spiel- und Schulungswerkzeug für ihr Kind nutzen.

Claudia Rieger 

 

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Stand: 29.09.10