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Was
bedeutet die AFS – Methode?
AFS -
Methode
Aufmerksamkeitstraining
– Übungen zur
Aufmerksamkeitssteigerungen
Funktionstraining
– Im Bereich ohne Symbole und im Symbolbereich
Symptomtraining – Training an
den Fehlern
Ein gezieltes Training
braucht zu Beginn einen Block von Übungen zur Steigerung der
Aufmerksamkeit – durch Übungen zur
Entspannung, Bewusstseinsübungen, Zeitempfindungsübungen,
Koordinationsübungen, NLP wie z.B. Gedankenreisen,
Geschicklichkeitsübungen und
kinästhetischen Übungen ist ein Übergang zu Funktionsübungen leichter
möglich.
Funktionsübungen
entsprechen oft dem Symboltraining. Beim Funktionstraining werden
individuelle Teilbereiche kombiniert trainiert. Ziel ist es die
Sinneswahrnehmung in den einzelnen Teilbereichen zu steigern. Durch die
„Aufwärmphase“ des Aufmerksamkeitstrainings ist das Kind besser bei der
Sache und arbeitet dadurch motiviert mit.
Mit
Computerunterstützung werden die Teilbereiche: Optik – Akustik –
Raumwahrnehmung trainiert. Der Computereinsatz in diesem Bereich ist
erwiesener Maßen sehr positiv zu bewerten.
Der
Übergang zum Symptomtraining verläuft
fließend und wird vom Kind oft nicht bewusst wahrgenommen. Ängste,
Versagensdruck, Stress usw. fallen dadurch weg. Das Symptomtraining
konzentriert sich nunmehr auf das „eigentliche, augenscheinliche
Problem“ den Bereich der Buchstaben und Ziffern.
Erarbeitung des
Wortbildes, Arbeit am Wortklang und der Wortbedeutung gelingen in dieser
Phase leichter. Durch den Computereinsatz und das Lernen mit allen
Sinnen, speziellen Lesetechniken ist das Symptomtraining erfolgreich.
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Der
Computereinsatz im Legasthenietraining ist eine der wichtigsten
Möglichkeiten dem legasthenen Kind eine Förderung in allen drei
Bereichen (welche die AFS- Methode beinhaltet) anzubieten.
Viele der Übungen sind am Computer durchführbar und zeigen eine
eindeutige Leistungs- und Motivationssteigerung.
Die Aufmerksamkeit des legasthenen Kindes, Jugendlichen und Erwachsenen
kommt am Computer von selbst, ohne speziell darauf Bedacht nehmen zu
müssen.
Über den Grund warum legasthene Menschen so eine besondere „Beziehung“
zum Computer entwickeln, gibt es keine wissenschaftlichen Ergebnisse
sondern nur Vermutungen:
Die Computertastatur (Buchstaben befinden sich immer an derselben
Stelle), die Größe und Deutlichkeit der Buchstaben, die verschiedenen
Schriftarten stellen eine wichtige Hilfestellung dar und entspricht der
Denkart des legasthenen Menschen.
Aufgrund der Erfolge beim Arbeiten am Computer kommt es zu einer
Stärkung des Selbstbewusstseins, die so manchen Misserfolg weitgehend
wieder ausgleichen.
Die heutige Generation von Kindern wächst mit dem Medium Computer auf
und ist gewohnt dieses Instrument auch zu nutzen.
Viele Kinder sind von dem Medium so gefesselt, dass sie freiwillig mehr
üben um spielerisch zu lernen, was ihnen durch „normales“ Lernen nicht
gelingt.
Hier ist nicht nur der Legasthenietrainer gefragt, der die individuellen
Programme erstellt, sondern auch die Eltern.
Aus meiner
Berufserfahrung kann ich sagen, dass die Stunden pädagogisch und
psychologisch am wertvollsten sind, die man gemeinsam mit dem Kind beim
Spielen und Arbeiten verbringt!
Auch Eltern ohne Computerkenntnisse können ihr Kind aktiv unterstützen
und den Computer nicht nur als alleiniges Spiel- und Schulungswerkzeug
für ihr Kind nutzen.
Claudia Rieger
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